21.09.20 16:15 Plenum 1

Im ländlichen Südtirol | die Bildungswelt bewegt sich

Architekt Carlo Calderan, Architekturstiftung Südtirol

Schulleiter Josef Watschinger, Schulsprengel Welsberg

Die Südtiroler Bildungs-Welt entwickelt Lebendigkeit. Die mit dem Schulautonomiegesetz geschaffenen Gestaltungsspielräume aktivieren die Verantwortung und nehmen die Menschen mit. Neue Kooperationen und partizipative Prozesse beleben die Bildungslandschaft. Ermöglichungsstrukturen und Ressourcen fördern die Selbstwirksamkeit der Bildungseinrichtungen. Rahmenrichtlinien orientieren die pädagogische Arbeit, verweisen auf regionale Bezüge und binden an welthaltige Themen. Bildungsbauten zeigen eigene Gesichter. Pädagogisches Geschehen und Lernräume synchronisieren sich.  Im Zeitraum 2000/2020 hat sich das Bauen für Bildung zu einer lebendigen Architekturwerkstatt entwickelt, die neue und erweiterte Räume für das Lernen und die pädagogische Arbeit hervorgebracht hat und hervorbringen will. Der innere und der äußere Wandel der Bildungsarbeit ist nicht zu übersehen.


22.09.20 16:00 Plenum 2

Zwischen Archetyp und Utopie | Schulgebäude als Kristallisationspunkt gesellschaftlicher Überzeugungen

Professorin für Allgemeine Didaktik Ulrike Stadler-Altmann, Freie Universität Bozen

Architekturprofessor Christian Kühn, TU Wien

Schulen erfüllen Funktionen und Aufgaben für die Gesellschaft. Daraus haben sich typische Grundmuster des Unterrichts und des Verhaltens in Schulen entwickelt. Schulgebäude reagieren darauf, unterstützen oder verhindern gelingendes Lehren und Lernen. Schulen sind auch Ausdruck einer utopischen (Wunsch-)Vorstellung: Wie wollen wir in der Zukunft leben? Können in Schulen unterstützt durch eine gute Schularchitektur gesellschaftliche Utopien Wirklichkeit werden? Was sind typische Gebäudestrukturen für pädagogische Interaktionen? Welche Pädagogik drückt sich in den Schulgebäuden aus?

Die Herausforderung, im Schulbau sehr unterschiedlichen Ansprüchen und Sehnsüchten gerecht werden zu müssen, werden diskutiert. Anhand von ausgewählten, typischen und zukunftsweisenden Beispielen von Schulgebäuden aus dem ländlichen Raum treffen die Ansichten einer Erziehungswissenschaftlerin und eines Architekten aufeinander. Konflikt oder Konsens? Das bleibt abzuwarten.


23.09.20 16:00 Plenum 3

persönlich : professionell | am Land und in der Stadt

Pädagoge Stefan Ruppaner, Schulleiter Alemannenschule Wutöschingen

Architekturprofessor Michael Zinner, Leiter schulRAUMkultur, Kunstuniversität Linz

Schulraumexpertin Barbara Pampe, Vorständin Montag-Stiftung Jugend und Gesellschaft

Wir hören von den großen professionellen Patent-Bau-Lösungen der rasch wachsenden Städte – unter Architekturschaffenden höchst umstritten und in der Stadtverwaltung dringlich herbeigesehnt. Und wir staunen über persönlich genuin geschmiedete Baugeschichten, die uns aus allen Winkeln ländlicher Regionen erreichen. Uns kommen auch Antworten aus Land wie Stadt zu einer inklusiven personalisierten Pädagogik zu Ohr. Welche Wirksamkeit können Einzelne in großen Apparaten für Bildung oder Bauwesen entwickeln? Wie professionell kann ein einmaliger Schulbau im Dorf abgewickelt werden oder eine Kleinschule für sich Schule machen? Gibt es ihn, den Unterschied zwischen Stadt und Land? Macht dieser Unterschied einen Unterschied aus?


Alle Keynote-Vorträge werden von der deutschen in die italienische Sprache simultan übersetzt.

Detaillierte Informationen zu den Referenten finden Sie durch Anklicken der Namen.